Hilfe bei Skoliose

Orthopädietechnik Kern berät über Möglichkeiten

Als Skoliose bezeichnet man eine Seitenverbiegung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelkörper. Die Wirbelsäule kann nicht mehr vollständig aufgerichtet werden.

Im Gegensatz zur verschleißbedingten oder degenerativen Skoliose können junge Menschen mit einer wachstumsbedingten Skoliose mittels eines Korsetts geholfen bekommen. Die Kosten dafür trägt die Krankenkasse. Im Weilburger Orthopädiefachgeschäft Kern werden solche Korsetts maßgenau angefertigt. Orthopädietechnikmeister Marco Link informiert: „Skoliose kann nur im Wachstum behandelt werden, also etwa im Alter von zwölf bis 16 Jahren. In dieser Zeit ist ein Korsett sehr wirksam.“ Für ältere Menschen, die aufgrund einer Skoliose unter Schmerzen leiden, gebe es Orthesen zur Schmerzlinderung. Als Grundlage für ein Korsett dient ein Gipsabdruck vom Rumpf. „Neben dem Korsett bilden die Krankengymnastik und bei besonders schweren Fällen die Operation die drei Säulen der Skoliosebehandlung“, so Marco Link. Bis 20 Grad Verkrümmung reiche meist Krankengymnastik und bei 20 bis 40 Grad greife man zum Korsett – damit sich die Krümmung nicht verschlimmere, sondern verbessere.

 

<< Quelle: Weilburg Live; Nr. 270/XXIII - August 2018 >>

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